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Reformierter Kirchenkreis
in der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz

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Reformiertes Bekenntnis

Das Bekenntnis von Accra

Unter dem Thema: "Auf dass alle das Leben in Fülle haben" (Johannes 10) tagte am 11. August 2004 die Generalversammlung des Reformierten Weltbundes in Accra (Ghana). Sie verabschiedete eine Bekenntniserklärung gegen das herrschende neoliberal-kapitalistische Wirtschaftssystem. Darin ruft sie alle Mitgliedskirchen auf, die "Zeichen der Zeit" genau zu analysieren und die globalisierte Ausplünderung der Erde aktiv zu bekämpfen. Das Bekenntnis deckt die Lügen einer Ideologie auf, die angeblich allen (!) Glück und Wohlstand bringt, indem sie "ungehinderten Wettbewerb, schrankenlosen Konsum, ungebremstes Wirtschaftswachstum und Anhäufung von Reichtum" propagiert – und diese Freiheiten "mit wirtschaftlicher, kultureller, politischer und militärischer Macht mächtiger Nationen" gegen alle Habenichtse durchsetzt.

Vor dem Aktionsladen Eine Welt in Potsdam. Dagegen erklärt Accra das Eintreten für wirtschaftliche Gerechtigkeit und Erhaltung der Schöpfung zur Glaubensverpflichtung – und zum Schuldeingeständnis: "Wir bekennen uns zur Mittäterschaft und Schuld derer, die, bewusst oder unbewusst, aus dem gegenwärtigen neoliberalen Weltwirtschaftssystem Gewinn ziehen … sowohl Kirchen als auch Mitglieder unserer eigenen reformierten Familie ...; dass wir in der Kultur des Konsumverhaltens, der konkurrierenden Habsucht und der Selbstsucht des gegenwärtigen Wirtschaftssystems gefangen sind ... Wir glauben, dass die Kirche im Gehorsam gegenüber Jesus Christus zum Bekenntnis und zum Handeln berufen ist, auch wenn die Obrigkeit und das menschliche Gesetz dieses verbieten und Bestrafung und Leiden nach sich ziehen kann (Apg 4,18ff). Jesus ist der Herr."

Auf diesem Bekenntnisgrund formulieren viele Thesen ein detailliertes Nein zu gängigen gesellschaftlichen Werten im Kapitalismus. Aufgerufen wird zu einem Bund des Gehorsams gegenüber Gottes Willen, zu "einem Akt der Treue in gegenseitiger Solidarität" – global, regional und lokal. Weltweit sollen die örtlichen Gemeinden dieses Bekenntnis nachvollziehen und umsetzen: "Unsere Zeit und unsere Energie darauf verwenden, die Wirtschaft und die Erde zu verändern, zu erneuern und wiederherzustellen und damit das Leben zu wählen, auf dass wir und unsere Nachkommen leben können (5. Mose 30,19)." Was hieße das wohl für die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz?

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